Historische Schnitzeljagd
Es war ein strahlender Frühlingsmorgen, als Lotti das Kalb, Wolli das Schaf und Pippa das Huhn zum Spielplatz beim alten Schulhaus in Bellikon gingen. Die Sonne kitzelte ihre Nasenspitzen und in der Luft lag der Duft von frisch gemähtem Gras. Sie möchten ein Sandschloss bauen, wie das Schloss in Bellikon.
Plötzlich ein Blitzen im Sandkasten.
Pippa blieb stehen, den Kopf schief gelegt. Dann pickte sie neugierig nach dem Objekt. Es war ein Stein, aber kein gewöhnlicher. Er glitzerte wie ein kleines Stück Sonnenlicht, warm und wunderbar. Auf seiner Unterseite war ein winziges Zeichen eingeritzt: ein B…vielleicht wie Bellikon?
„Den hat bestimmt jemand verloren!", rief Lotti und stupste den Stein aufgeregt mit der Nase an.
„Oder jemand hat ihn absichtlich hier versteckt", meinte Wolli geheimnisvoll und zwinkerte.
Pippa breitete die Flügel aus und rief: „Dann müssen wir herausfinden, was er bedeutet! Wer kommt mit?" Und so begann die aufregendste Entdeckungsreise, die Bellikon je gesehen hatte.

Wann
3. April – 9. August 2026, Täglich von 7:00 – 19:00 Uhr
Wer
Für Gross und Klein, kinderwagentauglich
Start
Altes Schulhaus, Dorfstrasse 6, 5454 Bellikon
Im Schaufenster bei der Treppe
Dauer
Die Schnitzeljagd dauert etwa 1,5 – 2 Stunden.
Kosten
Die Teilnahme ist gratis, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Benötigtes Material: Schreibzeug oder ein Handy für Notizen, wettergerechte Kleidung
Es stehen öffentliche Parkplätze in Bellikon zur Verfügung.
Postenübersicht
Hier findest du eine Übersicht über alle Posten mit der jeweiligen Geschichte, der Wegbeschreibung und Hilfestellungen.

Posten 1 Das alte Schulhaus: Der Stein schimmerte, als hätte er auf diesen Moment gewartet. Er zog die drei wie ein Magnet zur alten Schultür, das Holz war dunkel und man meint, es könne Geschichten erzählen. „Stellt euch vor, wie viele Kinder hier schon durchgegangen sind", sagte Lotti staunend. Wolli fuhr mit der Pfote über das alte Holz. „Und vielleicht hat eines von ihnen den Stein verlo-ren, vor langer, langer Zeit." Der Stein glühte ein bisschen heller. Als wollte er sagen: Ihr seid auf dem richtigen Weg! Mitmachfrage: Wie viele Kinder wurden zeitweise in der Schule in Bellikon unterrichtet? Nehme die Quersumme dieser Zahl und behalte das Resultat bis am Schluss auf. Wegbeschreibung: Folge der Dorfstrasse bergauf und suche die alte Käserei auf, die sich Vis-à-vis vom Volg befindet.
Posten 2 Die Käserei: Weiter ging’s zur alten Käserei. „Hier riecht es nach Geschichte und früher wohl nach Käse!“, lachte Wolli. „Vielleicht gehört der Stein einem alten Käsergeist?“, flüsterte Pippa theatralisch. Doch im Inneren des Steins sahen sie nur schimmernde Milchflecken im Licht. „Stellt euch vor, wir könnten mit dem Mäuschen sprechen, das hier früher die Löcher in den Käse gefressen hat!“, kicherte Lotti. Mitmachfrage: Wie kommen die Löcher in den Käse? A)Beim Reifen entstehen durch Bakterien kleine Gasblasen, die hinterlassen die Löcher. B)Die Mäuse fressen die Löcher in den Käse. C)Der Käser stanzt die Löcher in den Käse. Wegbeschreibung: Folgt der Dorfstrasse weiter bergauf bis zur Abzweigung Husermatt. Zweigt nach links in die Feldstrasse ab. Dort findet ihr den nächsten Posten.
Posten 3 Blick auf das Schloss Bellilkon: Von einem Hügel aus lag das Schloss Bellikon prächtig im Sonnenlicht. „Da hätte ich auch ger-ne gewohnt", seufzte Lotti verträumt. Wolli erzählt mit stolz: « Meine Verwandten durften ab und zu das Gras im Schlossgarten abfressen.» Wolli hielt den Stein hoch. Im Sonnenlicht warf er kleine Lichtpunkte auf den Boden – wie ein Tanz. „Er mag es hier", sagte Wolli lächelnd. „Und wir auch." „Vielleicht bewahrt das Schloss das Geheimnis des Steins“, sagte Lotti. Aber der Wind trug nur das Rascheln der Bäume, keine Antwort. Mitmachfrage: In welchem Jahrhundert wurde das Schloss Bellikon das erste Mal urkundlich erwähnt? Nimm die grösste Zahl und behalte das Resultat bis am Schluss auf. Wegbeschreibung: Folge dem Feldweg durch das Waldstück bis zur nächsten Querstrasse.
Posten 4 Erdbeeren: Der Erdbeerhof duftete so herrlich süss, dass Lotti unweigerlich die Nase in die Luft reckte und tief einatmete. „Mmmh … das riecht wie Sommerferien in einer Schüssel!", seufzte sie. Pippa blickte zu den langen weissen Tunnels voll mit roten Früchten. „Schaut mal! Der Stein leuchtet fast so rot wie die Beeren!", rief sie begeistert. „Vielleicht zeigt uns der Stein einfach die schönsten Orte in Bellikon“, murmelte Wolli und tat so, als würde er genüsslich in eine riesige Erdbeere beissen. „Dann hat er wirklich guten Geschmack“, kicherte Lotti. Mitmachfrage: Ist die Erdbeere eine Beere? Nein! Botanisch gesehen ist die Erdbeere gar keine Beere, sondern eine sogenannte «Sammel-nussfrucht» und gehören zur Familie der Rosengewächse. Die kleinen gelben Pünktchen auf der roten Frucht sind die echten Früchte. Sie sind kalorienarm, reich an Vitamin C und haben regio-nal von Juni bis Juli Saison. Wegbeschreibung: Geh berghinauf bis zu das "Eierlädeli" siehst.
Posten 5 Eierlädeli: Vor dem Hof hörte Pippa das Gegacker der Hühner schon von weitem. Ihr feines Gehör er-kannte sofort jede einzelne Stimme. „Da hinten streiten sich zwei um ein besonders grosses Korn“, stellte sie belustigt fest. Lotti kicherte. „So klingt das also, wenn Hühner sich über Frühstück unterhalten.“ „Oder über uns!“, rief Wolli und legte sich dramatisch die Pfote ans Ohr. „Ich wette, sie sagen: Da kommen die drei Abenteurer schon wieder!“ Pippa legte den Kopf schief. „Hm … nein, ich glaube, das da heisst: Bleibt bloss weg von mei-nem Ei!“ „Oder: Hat jemand meinen Regenwurm gesehen?“, ergänzte Lotti lachend. Da flatterte ein Huhn neugierig näher und gackerte laut. „Siehst du!“, flüsterte Pippa aufgeregt. „Jetzt will sie mit uns reden.“ „Dann grüssen wir höflich zurück!“ Wolli verbeugte sich und Gackerte mit so viel Begeiste-rung, dass Lotti fast umkippte vor Lachen und Pippa beschämt zu Boden sah. Mitmachfrage: Warum haben Hühnereier unterschiedliche Farben? A)Farbe des Federkleides bestimmt die Farbe des Hühnereies. B)Der Bauer färbt jeweils die Eier. C)Die Eierfarbe eines Huhnes lässt sich am besten an der Farbe seiner Ohrscheiben (Haut-lappen unter dem Ohr) erkennen. Weisse Ohrscheiben deuten auf weisse Eier hin, wäh-rend rote oder bräunliche Ohrscheiben meist braune, grüne oder blaue Eier bedeuten. Wegbeschreibung: Folge der Hauserstrasse zurück nach Bellikon bis zum nächsten Posten.
Posten 6 Alte Schule im Ortsteil Hausen: Kinder lachten, Schaukeln quietschten, und die ganze Fröhlichkeit des Spielplatzes sprang sofort auf die drei Freunde über. Pippa konnte sich kaum halten vor Aufregung. Blitzschnell kletterte sie die Leiter des Kletter-turms hinauf und hielt den Stein hoch in die warme Nachmittagssonne. Plötzlich brach das Licht darin auf wie ein kleines Feuerwerk. Helle Lichtsplitter sprangen aus dem Stein und huschten über Kiesel, Rutsche und Schaukel, als würden winzige Sterne über den Spielplatz hüpfen. „Schaut mal!“, rief Pippa begeistert. Lotti klatschte in die Pfoten. „Er wird heller! Habt ihr das gesehen?“ Wolli kniff die Augen zusammen und beobachtete die funkelnden Lichtpunkte, die über den Boden blitzten. „Ich glaube, ich weiss warum“, sagte er plötzlich. „Warum denn?“, fragte Lotti neugierig. Wolli grinste breit. „Er mag Kinderlachen!“ Kaum hatte er das gesagt, rannte er zur Rutsche. „Mehr Lachen kann ja nicht schaden!“ Mit einem lauten „Huiiii!“ sauste er die Rutsche hinunter, obwohl er eigentlich viel zu gross dafür war. Unten landete er im weichen Holz, dass es nur so staubte. Die Kinder auf dem Spielplatz kicherten, Lotti lachte, und sogar Pippa musste prusten. Und tatsächlich funkelte der Stein jetzt heller als zuvor. Mitmachfrage: Wie lange wurden die Schüler im Ortsteil Hausen unterrichtet? A) 20 Jahre B) 44 Jahre C) 100 Jahre Wegbeschreibung: Folge der Hauserstrasse weiter in Richtung Bellikon bis zur nächsten Kreuzung und gehe sodann links, halte dich dabei rechts in Richtung Reservoir. Folge der Ro-bert-Blum-Strasse bis zum nächsten Posten.
Posten 7 Kreuzung Reservoirstrasse: An der Kreuzung hielten die drei inne und blickten sich ratlos um. Zwei Wege gingen von hier ab. Jeder sah gleich aus, und doch schien jeder eine andere Geschichte zu erzählen. „Na super“, murmelte Wolli und sah von links nach rechts. „Links riecht’s nach Wiese, rechts nach Stall.“ Lotti grinste. „Dann wissen wir ja eigentlich schon, wohin du willst.“ Doch Pippa blieb nachdenklich. „Aber was, wenn der Stein uns diesmal prüft? Vielleicht will er, dass wir die richtige Richtung finden.“ „Hm“, brummte Wolli und schloss die Augen. Seine Pfoten berührten den Boden, und für einen Moment war alles still, nur das Zwitschern der Vögel war zu hören. „Ich höre etwas“, flüsterte er dann. „Ganz tief unten … wie ein leises Rauschen. Wasser!“ Pippa spitzte die Ohren. „Wasser? Vielleicht eine Quelle!» Sie hob den Stein, und im Licht der Sonne begann er sachte zu glühen. Erst schwach, dann immer stärker, bis ein deutliches, war-mes Leuchten in Richtung des rechten Weges zeigte. „Rechts. Ganz klar“, sagte Wolli, und seine Stimme klang plötzlich ernst. Die drei sahen sich an, jeder kurz unsicher. Dann nickten sie gleichzeitig. „Na gut“, sagte Lotti entschlossen. „Ab nach rechts, mal sehen wo er uns hinführt!“ Und gemeinsam machten sie sich auf den Weg, während der Stein in Pippas Pfoten ruhig und verlässlich weiterleuchtete. Mitmachfrage: Woher kommt das Trinkwasser in Bellikon? (Mehrere Antworten möglich) A) Aus dem Zürichsee B) Aus dem Rhein C) Aus eigenen Quellen am Rohrdorferberg D) Aus dem Vierwaldstättersee Wegbeschreibung: Gehe entlang der Robert-Blum-Strasse bis zum nächsten Posten.
Posten 8 Schulhaus Bellikon: Das grosse Schulhaus lag ruhig in der Nachmittagssonne. Wolli blieb plötzlich stehen und zeig-te auf das Bild auf dem Postenblatt. „Schaut mal, da ist ein Stein drauf! Fast genau wie unserer, einfach rot!" Lotti und Pippa drängten sich neugierig heran. Tatsächlich, auf dem alten Bild standen drei Kin-der wie sie und ein roter glitzernder Stein lag zu ihren Füssen. „Vielleicht haben Kinder hier schon früher Schnitzeljagden gemacht", sagte Lotti freudig. Und der Stein leuchtete, als wäre er stolz. Mitmachfrage: Die Einweihung des neuen Schulhauses wurde mit einem besonderen Musik-stück gefeiert. Wie heisst es? A) Die Belliker Sinfonie B) Die Belliker Kantate C) Das Belliker Lied D) Die Belliker Hymne Wegbeschreibung: Gehe weiter bergab und biege bei der Schützengasse links ab und gehe zum Kindergarten/Tagesstruktur.
Posten 9 Kindergarten/Tagesstruktur: Das Feuer knisterte einladend, und der Geruch von Rauch und Würstchen lag in der Luft. Die drei setzten sich erschöpft und glücklich hin. „Was für ein Tag", seufzte Lotti wohlig. „Wir haben so viel gesehen", staunte Wolli. „Das alte Schulhaus, die alte Käserei, das Schloss, Eier und die Erdbeeren, einen Spielplatz, das Wasserreservoir und das neue Schulhaus." Pippa schaute auf den Stein in ihrer Hand. Er glühte warm und ruhig, wie ein kleines Lagerfeuer für die Handfläche. „Er hat uns Bellikon gezeigt“, sagte sie leise. „All die schönen Orte und Dinge, die wir noch gar nicht kannten.“ Sie lächelte und strich sacht über die glatte Oberfläche. „So viel haben wir heute gelernt … und doch fühlt es sich an, als hätten wir gerade erst angefangen.“ Mitmachfrage: Was bedeutet der Spruch auf dem ersten Banner der Schützengesellschaft Bel-likon: «ANS VATERLAND ANS THEÜRE, SCHLIESS DICH AN»? A) Schliess die Scheune ab, es kommt ein Sturm B) Sei deinem Heimatland treu und verteidige es C) Kaufe nur Produkte aus der Schweiz Wegbeschreibung: Laufe zurück zum Dorfkern und geh rechts zur Kirche. Der Posten befindet sich in der Kirche.
Posten 10 Kirche Bellikon: Die Kirche lag still im goldenen Licht der Abendsonne, friedlich und schön. Als Lotti die erste Stufe betrat, hörte der Stein in Pippas Pfote auf zu glitzern, sein Licht wurde weich und ruhig. Drinnen war es still, doch in einer Ecke entdeckten sie eine kleine Schatztruhe mit einem Zah-lenschloss vorne dran. „Das muss sie sein!“, rief Pippa aufgeregt. Gemeinsam drehten sie den dreistelligen Code ein, und ein leiser Klick öffnete das Schloss. Staunend schauten sie hinein: Die Truhe war gefüllt mit glänzenden Steinen, die im Kerzenlicht funkelten und kleinen süssen Überraschungen. „Schaut nur!“, flüsterte Lotti. „Fast wie unser Stein, nur, dass jetzt ganz viele hier sind!“ Wolli nickte. „Dann können auch andere Abenteurer ihren eigenen Stein mitnehmen.“ „Und vielleicht beginnt damit ihre eigene Entdeckungsreise“, sagte Pippa lächelnd. Draußen auf der Kirchenmauer blieb ihr alter Stein zurück, friedlich im Abendlicht. Die drei sahen sich an, und Lotti flüsterte: „Weisst du, was das schönste Abenteuer ist?“ „Das, das man gemeinsam erlebt“, antwortete Wolli. Mit leuchtenden Augen griff jeder in die Truhe: ein Stück Süsses, ein kleiner Stein, ein grosses Lächeln. Dann liefen sie kichernd hinaus, bereit für das nächste grosse Abenteuer. Mitmachfrage: Was geschah am 4. September 1976 mit der alten Kirche in Bellikon? A) Sie wurde renoviert B) Sie wurde gesprengt C) Sie wurde ins Museum versetzt D) Sie brannte ab
Feedback Schnitzeljagd:
Danke für deine Teilnahme an unserer Schnitzeljagd!
Wir würden uns über ein kurzes Feedback freuen.
Wenn du Fragen hast oder du uns etwas mitteilen möchtest, kannst du das gerne über dieses Formular oder per E-Mail an info@belki.ch tun.
Wir antworten dir innert 24 Stunden.
Mitglied werden:
Du möchtest bei uns mitmachen und den Verein mit Deiner Mitgliedschaft unterstützen? Hier findest du alle Infos dazu.
Gönner werden:
Als junger Verein zählt für uns jeder Rappen. Hilf uns zu wachsen. Mit deinem Beitrag unterstützt du uns bei der Umsetzung unserer Aktivitäten hier in Bellikon.


